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 Abbau von Kies und Sand

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Die Gewinnung von Kies und Sand erfolgt beim Kies­werk Boden­werder durch Nass­abbau mittels eines Schwimm­baggers. Der Unter­wasser­hydraulik­greifer wird an Seil­winden hängend mit einer Senk­ge­schwindig­keit von ca. 140 m/min herab­gelassen. Die dabei entstehende Energie wird in Strom umge­wandelt und in das vor­handene Strom­netz eingespeist. Durch diese Gewinnungs­art der Gleich­strom­technik ver­suchen wir so öko­nomisch und öko­log­isch wie möglich unseren Rohs­toff zu gewinnen.

Zudem setzen wir neue energie­sparende Elektro­motoren ein und versuchen in der Auf­be­reitung Prozesse zusammen auszu­führen um die Anlage­lauf­zeiten zu ver­ringern. Etwa 10% der benötigten Strom­energie erzeugen wir selbst durch erneuer­bare Energien.

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Der sogenannte "Roh­kies" wird über Förder­band­anlagen zur Auf­berei­tungs­anlage trans­portiert, ge­waschen, gebrochen, klassiert und ge­gebenen­falls wieder zusammen­geführt. Dieser für Außenste­hende einfache Herstell­ungs­prozess ist aber auf­wendiger als man glaubt, denn die großen Massen an Kies und Sand müssen an die ent­sprechenden Orte gelenkt und gelagert werden. Ein hoher Reparatur- und Ver­schleiß­einsatz ist dabei unvermeidbar.

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Die Kiesvorkommen an der Weser

Etwa 260 Millionen t an Kies und Sand werden in der Bundes­republik jährlich benötigt. Kies und Sand ist somit der Roh­stoff Nr. 1 in unserem Land. Die meisten großen Vor­kommen liegen in den großen Urstrom­tälern, so auch unser Vor­kommen. Die ge­waltigen Mengen an Kies und Sand verdanken wir größten­teils der letzten Eiszeit, die etwa 8000 v. Chr. endete.

Während dieser Zeit herrschte ark­tisches Klima, dass zu inten­siver Frost­ver­witterung der Gesteine führte. An den Tal­hängen der Weser und ihrer Neben­flüsse ent­stand Gesteins­schutt der durch die Weser strom­abwärts trans­portiert wurde. Durch den Transport des Geschiebes und der dadurch bedingten Abrei­bung kam es zur Bildung der heute groß­flächigen und hoch­wertigen Kies- und Sand­lager­stätten.